Volleyball-EM führt deutsche Männermannschaft nach Italien

Bildquelle: cev.eu / © CEV

Am 28. August starten die Volleyball-Europameisterschaft der Männer. Die europäischen Titelkämpfe werden wieder in vier Ländern ausgetragen, wobei das Finale am 16. September in der italienischen Hauptstadt Rom stattfindet, wo das italienische Team seinen Titel verteidigen will.

Für die deutschen Herren geht es ähnlich wie bei den deutschen Volleyball-Damen zunächst darum, die schwere Vorrundengruppe zu überstehen. Bei gutem Verlauf will man aber auch das Halbfinale ins Visier nehmen.

Deutschland mit schwieriger Vorrundengruppe

Die Volleyball-Europameisterschaft 2023 soll für das italienische Team ein Fest im eigenen Land werden. Im Finale im Palazzo dello Sport will das Team den 2021 im polnischen Kattowitz gewonnenen Titel vor heimischem Publikum verteidigen und den Fans den Pokal präsentieren.

Aber auch die Polen, die erst vor wenigen Wochen die Volleyball Nations League 2023 gewonnen haben, zählen zu den Topfavoriten auf den Titel. Außenseiterchancen räumen die Buchmacher den Teams aus Frankreich und Slowenien ein. Das deutsche Team von Bundestrainer Michal Winiarski hat eine schwere Vorrundengruppe erwischt und auch bei der EM das große Ziel Olympia im kommenden Jahr vor Augen.

Für die Europameisterschaft 2023, die für Deutschland zunächst in den italienischen Städten Perugia und Ancona stattfindet, ist das Team aufgrund des guten Abschneidens bei den vergangenen europäischen Titelkämpfe automatisch qualifiziert.

Im Achtelfinale könnte Polen warten

Die deutsche Nationalmannschaft startet am 30. August mit dem Spiel gegen Estland in die Europameisterschaft. Als Nummer 47 der Weltrangliste sind die Balten in der deutschen Gruppe A nur Außenseiter. Auch das zweite Spiel gegen die Schweiz muss gewonnen werden, um das Weiterkommen zu schaffen, bevor es gegen die Volleyballnation Belgien geht.

Allerdings konnten die Belgier zuletzt nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen, sodass diese Begegnung zu einer Schlüsselpartie werden dürfte. Deutlich schwerer wird das vorletzte Gruppenspiel gegen Serbien. Die Nummer 9 der Weltrangliste geht als Favorit in die Partie gegen Deutschland. Zum Abschluss der Vorrunde kommt es zu einem echten Highlight, wenn Titelfavorit Italien vor heimischer Kulisse der Gegner ist.

Die ersten vier Mannschaften der Gruppe erreichen das Achtelfinale, wobei auf den Viertplatzierten wohl die Polen warten, die derzeit beste Mannschaft der Welt. Umso wichtiger wären für das deutsche Team Siege gegen Belgien und Serbien.

Gedanken gehen Richtung Olympia

Trotz der schweren Vorrunde gehen die Gedanken der deutschen Spieler nach vorne. So gab sich Kapitän Lukas Kampa bereits Anfang Juni kämpferisch: “Wir können selbstbewusst auf das Halbfinale schielen und dann schauen wir, was drin ist.” Sportdirektor Christian Dünnes ist da vorsichtiger: “Die Gruppe ist nicht einfach. Wir müssen einige unbekannte und schwere Gegner schlagen. Aber das Viertelfinale ist unser Ziel.”

“Das Viertelfinale ist unser Ziel.”

Sportdirektor Christian Dünnes

Der deutsche Kapitän erwähnt das Halbfinale nicht ohne Hintergedanken: “Wir müssen uns diese hohen und anspruchsvollen Ziele stecken, denn sonst wäre auch die Qualifikation für Paris unrealistisch.” Mit der Qualifikation für Paris sind natürlich die Olympischen Spiele 2024 in der französischen Hauptstadt gemeint.

Dort will Deutschland erstmals seit 2012 in London wieder dabei sein. Der Weg nach Paris ist steinig, aber auch die Spiele der Europameisterschaften sind Teil des komplizierten Qualifikationsverfahrens. Der große Traum von Olympia schwebt also auch über der EM 2023.

Das deutsche Aufgebot (Rückennummern in Klammern):

Libero: Denys Kaliberda (3), Julian Zenger (10)

Zuspiel: Johannes Tille (2), Lukas Kampa (11)

Außenangriff: Christian Fromm (1), Moritz Reichert (5), Ruben Schott (13), Moritz Karlitzek (14), Erik Röhrs (19)

Diagonalangriff: Georg Grozer (9)

Mittelblock: Anton Brehme (12), Florian Krage (18), Tobias Krick (21), Lukas Maase (25)

Bundestrainer: Michal Winiarski

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